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Wodka-Tampons: Slimming nun auch in Deutschland

Seit einigen Monaten wird auch verstärkt in Deutschland bei Jugendlichen der Alkoholkonsum über die  Schleimhäute beobachtet. Der Trend ist seit rund fünf Jahren in den USA  aktuell (dort Slimming) und nun auch nach Europa übergeschwappt. Dabei  lassen die Konsumenten beispielsweise in gängiger Praxis Tampons mit  hochprozentigem Alkohol (Wodka etc.) voll saugen und führen sich diese  vaginal respektive rektal ein.

Bei dieser Praxis resorbiert der Alkohol nicht erst innerhalb des Verdauungstrakts, sondern gelangt über die  Schleimhäute direkt in den Blutkreislauf. Bei dieser Form des direkten  Konsums, der nur auf die Wirkung des Alkohols abzielt und nicht auf  dessen Genuss  wird die natürliche Entgiftung über die Leber in erster  Instanz übersprungen und der Rausch tritt schneller und heftiger ein.

Natürliche Körperreaktionen zur Entgiftung (Erbrechen) schlagen fehl, da der Magen keinerlei Alkohol  enthält. Somit erreicht der Konsument weitaus schneller einen kritischen sowie gesundheitsschädlichen Alkoholpegel im Körper der zu hochgradigen Alkoholvergiftungen und einem Kreislaufzusammenbruch  führen kann. Bei  weiblichen Konsumenten wird zudem die Scheidenflora stark geschädigt,  was zu häufigeren Infektionen führen kann.

Quelle: www.drug-infopool.de

Zahlen zum Suchtmittelkonsum

 

1. Alkohol

  • Der Pro-Kopf-Verbrauch an reinem Alkohol lag 2005 bei ca. 10 Litern, das  entspricht rund 145 Litern Bier. Deutschland liegt damit weltweit  weiterhin in der Spitzengruppe.
  • Etwa 5,5 Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 59 Jahren leben alkoholabstinent.
  • 10,4 Millionen Menschen im Alter von 18 bis 69 Jahren haben einen riskanten  Konsum von Alkohol, 1,6 Millionen sind abhängig. Jährlich sind ca.  163.000 Personen in ambulanter bzw. stationärer Behandlung.
  • 5 bis 7 Millionen Angehörige sind durch die Alkoholabhängigkeit eines Familienmitglieds betroffen.
  • 2 bis 3 Millionen Kinder leben in suchtbelasteten Familien. Sie haben ein sechsfach höheres Risiko, später eine eigene Suchterkrankung zu  entwickeln. 50 bis 70 Prozent der Kinder suchtkranker Eltern werden  selbst abhängig. 
  • 2005 wurden rund 22.000 Alkoholunfälle mit Personenschaden registriert. Dabei wurden 603 Menschen getötet.
  • Ungefähr 10 bis 30 Prozent der Arbeits- und Wegeunfälle sind alkoholbedingt. Im  betrieblichen Bereich rechnet man mit 5 bis 10 Prozent alkoholkranken  Mitarbeitern.
  • Rund 40 Prozent der Alkoholabhängigen, die eine Beratungsstelle aufsuchen,  sind
  • arbeitslos oder nicht erwerbstätig. 
  • Jedes 250. Kind (das sind 2200 Kinder pro Jahr) wird mit Schädigungen  aufgrund des Alkoholkonsums der Mutter während der Schwangerschaft  geboren (Alkohol-embryopathie)
  • Jährlich gibt es rund 74.000 Todesfälle durch Alkoholkonsum allein oder durch  den Konsum von Alkohol und Tabak. 76 Prozent der Alkoholtoten sind  Männer. Der größte Teil der Todesfälle ist im Alter von 35 bis 64 Jahren zu verzeichnen. Der Anteil alkoholbedingter Todesfälle liegt in dieser  Gruppe bei 13 Prozent bei Frauen und bei 25 Prozent bei Männern.
  • Mindestens 5,5 Prozent aller Krankenhausbehandlungen sind auf den Konsum von  Alkohol allein oder den gemeinsamen Konsum von Alkohol und Tabak  zurückzuführen. Die daraus resultierenden Kosten werden mit 2,7  Milliarden Euro beziffert.
  • Die Kosten alkoholbezogener Krankheiten (ohne Kriminalität) werden pro Jahr auf ca. 20,6 Milliarden Euro geschätzt.
  • Im Jahr 2005 wurden unter Alkoholeinfluss mehr als 200.000 schwere  Straftaten, wie Körperverletzung, Totschlag, Vergewaltigung und Mord,  verübt.
  • Im Jahr 2005 beliefen sich die staatlichen Einnahmen aus Alkoholsteuern auf insgesamt 3,4 Milliarden Euro.
  • Die Werbeaufwendungen für alkoholische Getränke in TV, Rundfunk,  Plakatwerbung und Zeitungen / Zeitschriften lagen 2005 bei 564 Millionen Euro.

2. Tabak

  • Insgesamt gibt es ca. 17 Millionen Raucher in Deutschland, davon sind 4,3  Millionen tabakabhängig. Der Anteil der Raucher beträgt 40 Prozent bei  Männern und 25 Prozent bei Frauen. 35,6 Prozent aller Raucher  konsumieren mehr als 20 Zigaretten pro Tag. Die meisten Raucher finden  sich in der Altersgruppe der 20 bis 24-jährigen.
    (46 Prozent bei Männern, 35 Prozent bei Frauen) 
  • Nach den Ergebnissen des Mikrozensus 2003 bezeichneten sich 27 Prozent der
  • über 15-jährigen als Raucher. Das durchschnittliche Einstiegsalter ist inzwischen auf 13,6 Jahre gesunken. 
  • In Deutschland ist jährlich mit 110.000 bis 140.000 tabakbedingten  Todesfällen zu rechnen, 43.000 durch Krebs, 37.000 durch  Kreislauferkrankungen, 20.000 durch
  • Atemwegserkrankungen. Das entspricht 22 Prozent aller Todesfälle bei Männern und fünf Prozent aller Todesfälle bei Frauen.
  • Die Kosten tabakbedingter Krankheiten und Todesfälle belaufen sich jährlich auf rund 17,3 Milliarden Euro, das sind 200 Euro pro Einwohner oder 800 Euro pro Raucher.
  • Der Verbrauch an Zigaretten lag im Jahr 2004 bei 111,7 Milliarden Stück,  das sind 15,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Konsumenten gaben für  Tabakwaren 22,9 Milliarden Euro aus (minus 1,2 Prozent).
  • 2004 nahm der Staat rund 13,6 Milliarden Euro Tabaksteuern ein (minus 3,3  Prozent). Die Tabaksteuer ist nach der Mineralölsteuer die  zweitwichtigste Einnahmequelle unter den Verbrauchssteuern im  Bundeshaushalt.
  • Die Tabakindustrie gab 2004 für Werbung in Zeitungen, Zeitschriften, in Hörfunk und Fernsehen insgesamt 55 Millionen Euro aus.

3. Medikamente

  • Insgesamt gibt es in Deutschland ca. 1,4 Millionen Medikamentenabhängige, davon  sind 1,1 Millionen von Benzodiazepinderivaten (Schlaf- und  Beruhigungsmitteln) abhängig. Zwei Drittel der Medikamentenabhängigen  sind Frauen. In Behandlung sind jährlich 2.000 Personen.
  •  
  • Etwa 4 bis 5 Prozent aller häufig verordneten Arzneimittel besitzen ein  eigenes Suchtpotenzial. Schätzungsweise ein Drittel dieser Mittel wird  nicht wegen akuter medizinischer Probleme, sondern zur Suchtunterhaltung und zur Vermeidung von Entzugserscheinungen verordnet

4. Illegale Drogen

  • Es gibt in Deutschland insgesamt 415.000 Drogenabhängige, davon  konsumieren 240.000 Cannabis. Rund 89.000 dieser Menschen werden im  Hilfesystem betreut.
  • Im Jahr 2004 wurden 1.385 drogenbedingte Todesfälle registriert (minus 6 Prozent), das ist der niedrigste Stand seit 1989.
  • 2004 wurden insgesamt rund 283.708 Rauschgiftdelikte bzw. Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz verzeichnet, das sind elf Prozent mehr als im  Vorjahr.
  • Der Anteil an der Gesamtkriminalität liegt bei 4 Prozent.
  • 2004 wurden insgesamt 21.100 erstauffällige Konsumenten harter Drogen registriert, das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

5. Glücksspiel

  • IIn Deutschland geht man von rund 180.000 beratungs- und behandlungsbedürftigen Spielern aus.
  • Der Anteil der Spieler in den Suchtberatungsstellen liegt bei 2,3 bis 2,8 Prozent. .
  • Die Umsätze im Glückspiel-Markt beliefen sich 2004 auf 27,36 Milliarden Euro (minus 0,6 Prozent).

    Die Einnahmen des Staates aus Glücksspielen verringerten sich im Jahr 2004  auf 4,17 Milliarden Euro. Sie waren 1998 erstmals höher als die Erträge  aus alkoholbezogenen Steuern.
  • 27,2% Prozent der pathologischen Spieler sind mit mehr als 25.000 Euro  verschuldet. Nur 21,2 Prozent der Spieler haben gar keine Schulden. 

6. Das Suchthilfesystem

a) Selbsthilfe

  • Es gibt ca. 7.500 Selbsthilfegruppen im Suchtbereich, die jährlich von 120.000 Menschen besucht werden.

b) ambulante Einrichtungen

  • Es gibt 934 ambulante Beratungs- und Behandlungsstellen für Suchtkranke  und ihre Angehörigen. Die meisten sind in Trägerschaft der Verbände der  Freien Wohlfahrtspflege, ca. 10 Prozent der Angebote befinden sich in  kommunaler bzw. öffentlich-rechtlicher Trägerschaft. Die Mitarbeiterzahl liegt durchschnittlich bei 5.

c) stationäre Einrichtungen

        Es gibt in Deutschland ca.

  • 5.200 stationäre Therapieplätze für Drogenabhängige
  • 9.500 stationäre Therapieplätze für Abhängige von Alkohol und Medikamenten
  • 2.100 Therapieplätze im Regelvollzug für Suchtkranke
  • 750 Therapieplätze im Regelvollzug speziell für Drogenkranke
  • 5.100 Plätze für eine qualifizierte Entgiftung in 165 Einrichtungen
  • Im Bereich des betreuten Wohnens gibt es ca. 7.600 Plätze für chronisch mehrfach geschädigte Suchtkranke.
  • in Tageskliniken gibt es 400 Plätze, teilweise in Kombination mit stationärer und ambulanter Intervention.
  • Zu den niedrigschwelligen Angeboten zählen die 45 Notschlafstellen, 403 Tagestreffs und 26 Drogenkonsumräume.
  • IIm Jahr 2004 bewilligte die Rentenversicherung insgesamt 75.000 ambulante  und stationäre Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation  Abhängigkeitskranker.
  • An der Spitze der Behandlungen steht nach wie vor mit Abstand die Abhängigkeit von Alkohol.
  • Mehr als die Hälfte der Maßnahmen betrifft die Altersgruppe der 35- bis 49-jährigen.
  • IIn stationären Einrichtungen sind 76 Prozent der Patienten männlich. Der  Altersdurchschnitt der männlichen Alkoholpatienten beträgt 44 Jahre, das durchschnittliche Alter der Männer mit opiatbezogener Hauptdiagnose  liegt bei 30 Jahren.
  • Bei Alkoholpatienten dauert die stationäre Behandlung im Mittel 12,2 Wochen, bei Opiatpatienten 13,4 Wochen.
  • Bei planmäßiger Beendigung wurden im ambulanten Setting 52 Prozent der  Alkohol- und 29 Prozent der Opiatpatienten als erfolgreich eingestuft,  im stationären Setting waren es 74 Prozent bzw. 57 Prozent.
  • Alle Zahlen stammen aus dem €ž”Jahrbuch Sucht 2006” der  Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.

 

Die Su Se Ghat sich gefunden!

Die Suchtkrankenhelfer, Betroffenen  und Co-Abhängige haben  eine Selbsthilfe Gruppe genannt Su Se G an den beiden betrieben  Universität  und Universitätsmedizin sowie dem MPI Chemie zum leben erweckt. Unter  Mithilfe des Suchtbeauftragten Hr. Josef Franssen werden wir uns jeden  letzten Mittwoch eines Monats in dem Gruppenraum zur Gruppenstunde  treffen.

Rothgerber- Waldorf

 

18.04.2007 15.°° Uhr

Wir sind  Eingezogen,  Heute gegen 15.°° Uhr hat sich zum ersten mal die Tür zu  unsrem Besprechungs- und Gruppenraum für die Besucher und  Gäste   geöffnet.

In einer kleinen  aber gemütlichen Runde haben wir (SKHler) uns mit unseren Gästen,  Betroffenen und Angehörigen zu Kaffee und Kuchen

zur Eröffnung getroffen.

Als Gäste durften  wir Frau Dr. Viertel Leiterin der Betriebsärztlichen Dienststelle, sowie Frau Dr. Rohr-Weirich  Mitarbeiterrin der Betriebärztlichen  Dienststelle sowie Herrn Mohr von der Klinikumsleitung begrüssen. Herr  Franssen unser Suchtbeauftragter konnte sich leider nur kurz für dem  heutigen Tag frei machen. Ausserdem gesellten sich Herrn Parchatka und  Hr. Schombach vom MPI Chemie zu uns in die Runde. Die sich in die Gruppe mit einbringen wollen und gerne gesehen sind.

 Wir haben einen  kleinenund gemütlichen Raum bekommen. Für unsere Zwecke, der  Gruppengespräche und Problem Bewältigung, so wollen und werden wir Ihn  nutzen.

 Allen die  uns geholfen haben möchten wir auf diesem Weg noch mal ganz lieben Dank sagen.

 

Waldorf.19.04.07

 

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